Management & Strategien | 06.08.2020

Verluste im ersten Halbjahr

Motel One Köln Lobby Foto: Motel One

Auch bei Motel One sind nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2019 ab Mitte März die Umsätze weggebrochen. Jedoch konnten durch striktes Kostenmanagement, Kurzarbeit und Gehaltsverzicht des Managements die Verluste etwas abgefedert werden, so das Unternehmen. Seit Mitte Juni sind alle Hotels wieder geöffnet – in Großbritannien bis Juli noch mit Einschränkungen – und die Auslastungen steigen kontinuierlich.

Erster Quartalsverlust in der Firmengeschichte

Im zweiten Quartal 2020 musste Motel One erstmals in seiner Firmengeschichte einen Verlust hinnehmen. Das erste Halbjahr 2020 schließt Motel One mit einer Auslastung von 31 (Vorjahr 75) Prozent, einem Umsatz von 120 (Vorjahr 267) Millionen Euro sowie einen EBITDA von 14 (Vorjahr 83) Millionen Euro ab. Das strikte Kostenmanagement der vergangenen Monate führte noch zu einem positiven EBITDAR von 44 (Vorjahr 144) Millionen Euro. Nach Zinsen, Abschreibungen und Steuern verzeichnet die Budget Design Hotelgruppe nach einem Plus im Vorjahr insgesamt einen Verlust von 51 Millionen Euro.

Für das gesamte erste Halbjahr lag der operative Cash Flow dank der Kaufpreiszahlung aus der Sale & Leaseback Transaktion des Vorjahres bei 107 (Vorjahr 157) Millionen Euro. In das Re-Design bestehender Hotels wurden 20 (Vorjahr 22) Millionen Euro investiert, in die laufenden Bauvorhaben 17 (Vorjahr 41) Millionen Euro und in das FF&E neu zu eröffnender Hotels vier (Vorjahr sieben) Millionen Euro. Trotz der Corona- bedingten operativen Verluste und der weiterhin hohen Investitionen stieg die Liquiditätsreserve dank der Sale & Leaseback Transaktion und dem Dividendenverzicht der Gesellschafter, um 21 (Vorjahr 14) Millionen Euro auf einen Cash-Bestand von 204 (Vorjahr 131) Millionen Euro zum 30. Juni 2020.

„Die wieder steigenden Auslastungen unserer Hotels und das Feedback der Gäste stimmen uns optimistisch. Dennoch müssen wir davon ausgehen, dass bis mindestens Mitte nächsten Jahres weitere Verluste und Liquiditätsabflüsse zu verkraften sind. Wir sind dank unserer Rücklagen auch für diese zweite Phase der Krise gut aufgestellt und werden mit unserer starken Plattform auch die sich bietenden Wachstumschancen konsequent nutzen“, so Dieter Müller, Gründer und CEO der Motel One Group.

Re-Start und Hygienekonzept

Seit Mitte Juni 2020 sind alle 74 Hotels der Budget Design Hotelgruppe wieder geöffnet, in Großbritannien jedoch bis Juli noch mit Einschränkungen. Hierfür hat Motel One seine Hygienestandards noch einmal ausgebaut und setzt auf neue Technologien. Mit dem neuen Hygienekonzept „Motel One Health & Care“ wolle die Budget Design Hotelgruppe einen sicheren Aufenthalt in allen 74 Hotels sicherstellen, unter anderem durch intensive Schulungen aller Mitarbeiter, technische Vernebelung zur Virenbekämpfung und Desinfektion in hoher Frequenz in allen öffentlichen Bereichen. Zudem wurden Audits aller Motel One durch das SGS Institut Fresenius durchgeführt und die Hotels zertifiziert.

www.motelone.com


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