Deutschland ist größter Hotelinvestmentmarkt Europas


 
  Motivbild: www.pixabay.com

Mit dem stärksten Auftaktquartal am Hotelinvestmentmarkt seit Aufzeichnungsbeginn ist Deutschland nun erstmalig zum größten Hotelinvestmentmarkt in ganz Europa aufgestiegen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des intergierten Immobiliendienstleistungsunternehmens CBRE.

 

Insgesamt wurde im ersten Quartal auf dem europäischen Hotelmarkt ein Investitionsvolumen in Höhe von 3,92 Milliarden Euro verzeichnet, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Rückgang von 14 Prozent entspricht. Diesem Trend konnten sich jedoch unter anderem die Hoteltransaktionsmärkte in Deutschland, Spanien und Italien widersetzen.

 

Deutscher Hotelmarkt mit Rekordquartal

In Deutschland wurden im ersten Quartal 1,15 Milliarden Euro in Hotelimmobilien investiert, ein Plus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies setzt den starken Trend aus dem vierten Quartal 2016 fort, in dem 2,19 Milliarden Euro investiert wurden und demonstriert zugleich die positiven Fundamentaldaten des deutschen Marktes. Zu den Topdeals des ersten Quartals zählt das Vier-Sterne Arcotel John F Berlin, das im Rahmen des Verkaufes des „Quartiers am Auswärtigen Amt“ veräußert wurde. CBRE war für den Verkäufer beratend tätig.

 

„In Deutschland sind Hotelinvestoren zunehmend bereit in Projektentwicklungen zu investieren, um sich trotz des Risikos, die Projektentwicklungen mit sich bringen, die attraktivsten Lagen sichern zu können“, sagt Armin Bruckmeier, Head of Corporate Hotels Brokerage Germany & CEE bei CBRE. „Die Spitzenrenditen für Core-Produkte in erstklassigen Lagen in Deutschland liegen weiterhin bei 4,5 Prozent, Ausreißer nach unten nehmen jedoch zu“, kommentiert Olivia Kaussen, Head of Hotels Germany bei CBRE.

 

 

Investmentvolumen der wichtigsten europäischen Hotelinvestmentmärkte im ersten Quartal 2017

Quelle: CBRE Research, Q1 2017

 

 

Am britischen Hotelinvestmentmarkt wurden im ersten Quartal rund 1,03 Milliarden Euro umgesetzt, was in etwa dem Niveau des Vorjahresquartals entspricht (minus 0,4 Prozent). In Großbritannien ist zusehends die Aufspaltung von Hotelportfolios zu verzeichnen, wodurch vermehrt größere Einzelobjekte auf den Markt kommen.

 

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres legte das Investitionsvolumen in Italien um 48 Prozent zu, auf ein im Verhältnis zu anderen Ländern noch immer eher niedriges Niveau von 229 Millionen Euro. Der spanische Markt wuchs um 24 Prozent auf 564 Millionen Euro. Die Investmentvolumina in den weiteren wichtigen Hotelmärkten in Europa stagnierten entweder oder gingen zurück. Vor allem Frankreich verzeichnete mit einem Rückgang von 87 Prozent einen Einbruch.

 

Während die Investmentvolumina in Zentral- und Osteuropa im Vergleich zum Vorquartal zurückgingen (minus 46 Prozent), ist hier in Zukunft eine positivere Entwicklung zu erwarten. Zurückzuführen ist dies laut CBRE auf die positiven wirtschaftlichen Entwicklungen sowie auf eine steigende Nachfrage nach Übernachtungen, getrieben durch internationale Gäste.

 

„Ein Großteil der europäischen Märkte verzeichnet Kapitalisierungsraten auf einem Drei-Jahres-Tief, was auf ein großes Interesse seitens der Investoren hindeutet. Dabei wird das Transaktionsvolumen in den kommenden Monaten jedoch durch die Produktknappheit an den im Fokus stehenden Märkten begrenzt werden“, sagt Catherine Latzenhofer, Analystin bei CBRE Hotels in der Region EMEA.

 

www.cbre.de

 

Geschrieben am: 08.06.2017